Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Münster vom 15.11.2018

Münster, 15.11.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lewe,

als Anliegerin des Hesssenweges in den Rieselfeldern möchte ich mich mit grosser Besorgnis zu den Verkerhrsverhältnissen im Bereich Coermühle/Hessenweg äussern. Nachdem ich nach 6 Jahren nun wieder zurückgezogen bin in diese Ecke von Münster, bin ich überrascht und bestürzt, wie stark der Verkehr und die Gefahr, die durch diesen ausgeht, zugenommen hat. Nicht nur die Zahl der PKWs, die täglich vor allem zu Zeiten des Berufsverkehres durch das Naturschutzgebiet fahren, wozu auch etliche LKWs gehören, scheint enorm zugenommen zu haben. Nein, auch die absolut rücksichtslose Art und Weise, mit der sich viele Verkehrsteilnehmer durch stark überhöhte Geschwindigkeit, sehr nahem Auffahren, sehr engem und schnellen Überholen von Radfahren, Fussgängern und anderen Verkehrsteilnehmern ihre „freie Fahrt“ erkämpfen, macht fassungslos und schürt Ängste.. Ich persönlich traue mich mit dem Rad nicht mehr über die Coermühle, benutze auf diese Weise mein eigenes Auto häufiger als nötig und trage damit nochmal ungewollt zu dem hohen Verkehrsaufkommen bei. Aber auch dann kommt es zu gefährlichen Situationen: mehrmals hatte ich nach Auffahren vom Hessenweg auf die Coermühle an der per se unübersichtlichen Kreuzung einen vorher nicht sichtbaren Autofahrer „an der Stosstange kleben“, sobald ich auf der Coermühle angekommen war. Ebenso ist es mir passiert, dass vom Anhänger eines riesigen landwirtschaftlichen Gespannes, welches mit nicht angemessener Geschwindigkeit in die Kurve vor der Kanalbrücke donnerte, nach der scharfen Bremsung desselbigen eine dunkle Brühe auf mein Auto schwappte. Da steht man dann mit Schreck und Fassungslosigkeit am Wegesrand. Zu Fuss ist der Weg zur hinter der Kanalbrücke liegenden Bushaltestelle ebenfalls vor allem bei Dunkelheit ein Weg, den man sich wegen seiner Gefährlichkeit nicht traut zu gehen, also quasi ein „no-go-Weg “ .Wenn man den Zeitungsberichten glauben kann, die über weitere Verkehrs-Beunruhigungen durch z.B. DHL berichten, wird einem bei den dann zu erwartenden Szenarien Angst und Bange. Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich bitte Sie hiermit dringend, Ihr Augenmerk auch auf diesen Teil der Stadt Münster zu legen und mit nach Lösungen zu suchen, die die Rieselfelder wieder sicher machen für Mensch und Tier. Mit freundlichen Grüssen Lydia Dorndorf-Nagel Hessenweg 178

Dieser Brief ist kurzfristig vom Büro des Bürgermeisters mit dem Hinweis beantwortet worden, dass das Thema gerade Gegenstand intensiver Beratungen in der Verwaltung wie den politischen Gremien sei.