„Es ist ja nur ein Tier…“

Hier wurde gerast. Gewiss, es kann auch bei 50 Km/h passieren. Aber wenn wenigstens die vorgeschriebenen 50 km/h eingehalten würden – was auf der Coermühle und dem Hessenweg in der Regel eben nicht geschieht – wäre es schon weniger wahrscheinlich! Und sehr unwahrscheinlich, dass bei 30 km/h der Bremsweg nicht ausreichen würde! Ja, so einfach ist das! Aber viele wollen es nicht so genau wissen… Damit man uns nicht Panikmache oder Sensationslust vorwirft, aber auch aus Respekt vor diesem Tier, hier eines der harmloseren Bilder von der toten Graugans.

Integriertes Verkehrs-konzept für die Rieselfelder

Ein Personenkreis in unsere Bürgerinitiative beschäftigt sich ab jetzt mit einem Integrierten Verkehrskonzept für die Rieselfelder. Die folgende Darstellung dient zur ersten Übersicht und Orientierung über die momentane Situation. Uns geht es nicht darum der Verwaltung oder der Politik die Arbeit abzunehmen, sondern – die im wahrsten Wortsinne verfahrene Verkehrslage vor Augen – gute Argumente in die Öffentlichkeit zu bringen.

Nächste Versammlung der BI

Unser nächstes Treffen findet statt am 28.2.2019, 19 Uhr, Seminarraum der Biologischen Station, Coermühle 100 (hinter dem Heidekrug).

Eingeladen sind alle, die unser Anliegen teilen und unsere Ziele unterstützen.

Leserbrief Februar 2019: Zum Hessenweg

Leserbrief zu einer fragwürdigen Verkehrszählung an die Redaktion der Grevener Zeitung

Leserbrief an redaktion.gre@zeitungsgruppe.ms; Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte gerne eine Gegendarstellung zu Ihrem heutigen Bericht über die Tempo-Messungen in Gimbte verfassen. Wir sind Anwohner im Hessenweg und direkt von der aktuell steigenden Verkehrsbelastung in Richtung Münster/Naturschutzgebiet Rieselfelder betroffen. Leider ist Herr Kintrup kein hilfreicher Ansprechpartner im Grevener Rathaus und auch die Polizei, die in letzter Vergangenheit einige Fahrradunfälle mit Autos aufnehmen musste, kann uns aus Personalmangel keine Unterstützung bieten (wobei die Polizisten vor Ort bei Aufnahme der Unfälle auch sprachlos über die rücksichtslose Fahrweise der KFZ-Fahrer waren). Wir haben bereits in 2017 bei Herrn Kintrup ein Verkehrsdisplay zur Zählung und Messung des KFZ-Verkehrs beantragt. Leider passierte nichts – bis dann das Projekt „Verkehrsberuhigung“ während der DIEK-Messe in Gimbte vorgestellt wurde und unser Kummer mit dem zuständigen Mitarbeiter im Rathaus der stellvertretenden Bürgermeisterin mitgeteilt wurde. Komischerweise wurde ohne Vorankündigung 10 Tage später das Display bei uns vor der Haustür installiert. Schade war nur, dass zu diesem Zeitpunkt die Sprakeler Straße aufgrund der Fahrradweg-Baurabeiten gesperrt war und sowieso „Verkehrsberuhigte Zone“ im Hessenweg herrschte. Wir haben bei der nächsten Ratssitzung die Messungen sofort beanstandet und genau diese werden nun in ihrem heutigen Bericht zitiert. Werden wir Bürger denn für blöd verkauft?? Das Instrustriegebiet Münster Nord wird immer weiter ausgebaut – nicht umsonst hat sich eine Bürgerinitiative Rieselfelder neu gegründet, um der ansteigenden Verkehrsbelastung entgegenzutreten. Wie kann man Messungen aus der Grevener Stadt mit der Zuwegung zu einem Europäischen Vogelschutzgebiet vergleichen? Die Straße ist so schmal, dass neben einem Auto kaum Platz für einen Fahrradfahrer bzw. Spaziergänger ist. Die mittlerweile regelmäßig durchfahrenden Fernverkehr-LKWs nehmen das Durchfahrtsverbot auch nicht Ernst. Der Hessenweg ist als Schulweg für unsere Kinder, Spaziergänger, Radfahrer, Reiter und Naturliebhaber lebensgefährlich! Warum kann die Politik nicht mutig sein und auf Verkehrsberuhigung und Naturschutz setzen? Gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen zur Verfügung! Die Anwohner des Hessenwegs werden einen gemeinsamen Leserbrief unterstützen, ebenfalls die Bürgerinitiative Rieselfelder und zahlreiche Gimbter Bürger. Ich freue mich von Ihnen zu hören, Nora Schmitz Tel.: 0172-2872015

Unser Kommentar: Das geschilderte Vorgehen erinnert an die aktuelle Politik um die Dieselgrenzwerte: Der Lungenfacharzt Köhler setzt medienwirksam die Behauptung in die Welt, dass die EU-Grenzwerte nicht wissenschaftlich fundiert und zu niedrig seien. Bundesverkehrsminister Scheuer und Lindner (FDP) greifen das begierig auf und fordern Konsequenzen, die Fahrverbote in den Städten verhindern können. Köhler gehört mit den Unterzeichnern seines Aufrufs zu einer Minderheit von 130 Personen (einschließlich Nicht-Lungenärzten) von insgesamt 3800 angeschriebenen Lungenärzten. Viele Fachwissenschaftler haben Köhler auch mit Verweis auf neue Forschungsergebnisse entschieden widersprochen. Köhler selbst hat zu der Thematik keine wissen-schaftlichen Studien vorgelegt. Und Köhler hat nachweislich falsch gerechnet (siehe: „taz.de/koehler-stickoxid“ und „taz.de/koehler-feinstaub“! Macht aber nichts: Er bleibt ebenso wie Scheuer bei seiner Behauptung, dass die Grenzwerte zu niedrig seien. Der Trick: Man geht von falschen Voraussetzungen aus und setzt ideologisch passende Behauptungen in die Welt, nach dem Motto: „Es wird schon etwas hängen bleiben“. Ein Schelm, wer denkt, es handele sich um eine vorab abgesprochene Aktion!